ICE 3 - Fahrgastinformationssystem

    Das Fahrgastinformationssystem (FIS) hat sich mit dem Redesign auch weiterentwickelt. Das FIS besteht prinzipiell aus der internen und öffentlichen Kommunikation sowie der Datenkommunikation.

    Das Audio- und Videoprogramm mit Zentrale und Koaxialkabel im Zug wurde durch das Redesign und der heutigen Zeit von Tablets und Handys zurück gebaut. Einige können sich vielleicht noch an die RIA-Terminals erinnern in den Einstiegsbereichen. Als Fahrgast konnte man sich hierüber Informationen abrufen und ausdrucken lassen. Man kannte diese Terminals von den Vorgängerbaureihen ICE 1 und 2. In den Wagen 403 3xx/406 3xx waren vorbereitete Montagestellen für GPS-Antennen und SAT-Fernsehen. Das SAT-Fernsehen wurde allerdings nie eingebaut. Als Internet bekamen 2005 die ersten 403-Züge das Railnet der Telekom, was damals gegen eine Gebühr genutzt werden konnte. Triebzug 311 warb damals im auffälligen „www im ICE“-Design für dieses neue Zeitalter. Die öffentliche Kommunikation bestand vor dem Redesign noch aus einem Kartentelefon für das D-Netz (ausgebaut). Zudem stand ein Fax und ein Anrufbeantworter zur Verfügung (ebenso ausgebaut). Eingehende Faxe und Anrufe lösten einen Personenruf aus. Wurde ein Fax empfangen, so wurde es nach Bestätigung ausgedruckt. Auch für den besseren Handyempfang sind in jedem Wagen Repeater verbaut.

    Das Audiomodul war an jedem Sitzplatz (1. Bauserie) vorhanden. Über dieses konnten drei Rundfunk- und drei Bordmusikprogramme empfangen werden. In der 1. Klasse befanden sich zudem noch Videobildschirme, über welche zwei Videoprogramme angesehen werden konnten. Die Unterhaltungszentrale war im Zub-Abteil untergebracht. Diese Bedienstation war mit dem MVB verbunden. 

    Die interne Kommunikation dient der Verständigung innerhalb des Zugbegleitpersonals und des Personenrufs (Serviceruf). Diese Kommunikation ermöglicht es, Durchsagen von vier Cordless-Telefonen und drei festen Sprechstellen (Dienstabteil sowie in den Endwagen) zu tätigen. Die Cordless-Telefone fungieren zudem auch als Empfänger für den Personenruf. Der Notruf ist in dem WC für mobilitätseingeschränkte Personen sowie an den Rollstuhlplätzen möglich, eine Meldung auf den Cordless erscheint, ebenso wie bei gezogener Notbremse. Der Lokführer kann über das Zugfunk-Gerät, welches über eine Schnittstelle zur Kommunikationszentrale verfügt, Durchsagen tätigen. Jedes Endgerät ist über den HITRAIN-Bus mit der Kommunikationszentrale verbunden.

    Die Fahrgastinformation erfolgt durch Durchsagen, die von jeder Sprechstelle aus möglich sind. Das System erlaubt selektive Durchsagen im Zug, in einem Zugteil, in einem Wagen oder in einer Wagenklasse. Ferner gibt es im ICE 3 mehrere optische Fahrgastinformationsanzeigen. Außerhalb des Zuges sind im Fensterband vierzeilige Zuglaufschilder (LED) mit Zug- und Wagennummer, Laufweg, Start- und Zielbahnhof und einigen wichtigen Haltestellen. Diese werden ab einer Fahrgeschwindigkeit von 60 km/h zur Erhaltung der Lebensdauer abgeschaltet. Im Zuge des Redesigns wurden neue modernere Displays im Zug verbaut – sowohl in Abteilen, Einstiegsbereichen als auch als Deckengondeln im Fahrgastraum. Hier werden für die Fahrt relevante Informationen, Anschlusszüge, Werbung oder kleine Reisetipps angezeigt. Die alten Displays mit Punktmatrix sind komplett verschwunden.  An den Sitzplätzen im Kopfbereich befinden sich die Reservierungsanzeigen.

    An den Sitzplätzen befinden sich eine elektronische Reservierungsanzeige.