| Elektrische Ausrüstung |
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Die elektrische Ausrüstung
Als Hauptschalter im Triebkopf kommt ein Vakuumleistungsschalter (15 kV) zum Einsatz. Dieser Innenraumleistungsschalter ist für das 16,7 Hz-Bahnstromnetz ausgelegt. Ein Hochspannungsnetzfilter sorgt für die Einhaltung der netzseitigen Bedingungen. Dieser Filter besteht aus Netzdrossel, Dämpfungswiderstand und Netzkondensator. Die Netzdrossel weißt eine Nenninduktivität von 12 mH bei 1 KHz auf. Die Nennkapazität des Kondensators beträgt 7,4 µF. Der Haupttransformator wird durch ein isolierendes Mineralöl mit 140°C Flammpunkt ölgekühlt. Das Gewicht des Transformators beträgt ganze 10 Tonnen, wobei sich bereits 2,1 Tonnen auf die Ölfüllung belaufen. Wie bereits bei einigen ICE-Triebköpfen der ersten Baureihe wurden auch beim ICE 2 die siedegekühlten Stromrichter in der GTO-Version gut zugänglich eingebaut. Neu jedoch ist das FCKW-freie Kühlmittel FC 72. Ebenfalls findet man einen Eingangsstromrichter im Triebkopf des ICE 2. Dieser Stromrichter wandelt die einphasige Eingangsspannung in eine Gleichspannung um. Durch die versetzte Taktung der vier Vierquadrantensteller (pro Triebkopf) wird ein sehr geringer Oberschwingungsgehalt erreicht, wobei die Taktfrequenz 183,3 Hz beträgt. Diese Vierquadrantensteller sorgen für eine phasenrichtige Rückspeisung der Bremsenergie ins Fahrleitungsnetz. Die jeweils fast 2000 kg schweren Fahrmotoren der Firma Siemens, Bauart BAZU 7096/4, sind Fremdbelüftet und gleichen denen des ICE 1. Sie haben einen Durchmesser von ca. 79 cm und weisen eine Länge von einem Meter auf. Alle ölgeschmierten Lager sind weitgehend öldicht durch O-Ringe bzw. Labyrithdichtungen ausgeführt. HBU 1 und HBU 2 sind für den Hilfsbetrieben der Drehgestelle 1 und 2 zugeordnet. HBU 3 versorgt mit konstanter Spannung und Frequenz alle Verbraucher, die eine traktionsleistungsunabhängige Versorgung benötigen. So beispielsweise werden Ölpumpen, Saugkreislüfter, Batterieladegerät und Luftpressermotor mit insgesamt 61 kVA Anschlusswert versorgt. Andere Hilfsbetriebe des Triebkopfes (z. B. Fußbodenheizung oder Stirnfensterheizung) werden aus einer separaten 200 V-Wicklung des Transformators versorgt. Bei einem ICE 2 ist nur - im Gegensatz zum ICE 1 - eine Zugsammelschiene erforderlich. Diese Zugsammelschiene (ZS) wird ebenfalls vom Haupttransformator von einem Triebkopf versorgt und hat eine Nennspannung von 1 000 V. Sollte der ICE einmal abgeschleppt werden, so kann die Zugsammelschiene durch eine besondere Einspeisemöglichkeit im Bugraum des Triebkopfes vom schleppenden Fahrzeug versorgt werden. Ferner besitzt der ICE eine durchgehende 110 V-Batteriesammelschiene, durch die im Störungsfall die Triebkopfsteuerung nicht beeinträchtigt wird. Zudem hat die Firma Hoppecke Batterien auch eine Bleibatterie in Blockkastenausführung (mit 110 Ah) in den Triebkopf eingebaut. Die 110 V-Verbraucher lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen. Zu den unmittelbar angeschlossenen Verbrauchern zählen unter anderem die Batteriesteuerung, Gangbeleuchtung oder die Parkbrems- und Notaussteuerung. Die in der Verbrauchergruppe 3 zusammengefassten Verbraucher können aus der Batteriesammelschiene versorgt werden. Dazu zählen beispielsweise Die Bugklappensteuerung, Zugfunkeinrichtung, Maschinenraumbeleuchtung, Bremssteuerung oder die Bedienebene im Führerraum.
Bordnetzversorgung Wie viele anderen Geräte auch besitzt der Energieversorgungsblock eine Kühlung, die sich durch zwei motorisch angetriebene Lüfter und durch die abgestimmte Aussenluftführung zusammensetzt. Diagnose-, Steuerungs- und Überwachungsfunktionen des EVB sind in einem eigenen Zentralgerät zusammengefasst, welches an den Fahrzeugbus angebunden ist. Alle Ausgangsstromrichter - die auch als Wechselrichter zur Versorgung einphasiger Verbraucher eingesetzt werden - werden durch die Mirkoprozesssteuerung angepasst. Diese Wechselrichter speisen 230 V/50 Hz-Netze.
Verbrauchergruppe 2 (wird über das Batteriesammelschienen-Schütz an die Batteriesammelschiene und über eine Entkoppeldiode an das Batterienetz angeschlossen):
Verbrauchergruppe 3 (sie werden analog der Gruppe 2 von der Fahrzeugbatterie versorgt):
Notversorgungskonzept
Bis die Batterie völlig leer ist, können der Gleitschutz, Notbeleuchtung, Türsteuerung, LWL-Datenübertragung, Minimalspannungrelais, die Lautsprecheranlage und die wichtigsten Geräte für den Führerstandsbetrieb betrieben werden.
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